Ort: Mörnsheim, Kirchenweg 1+2
Einführung: Michael Hajek

Öffnungszeiten der Ausstellung: Sa. 16. Mai und So. 17. Mai 11 bis 17 Uhr

August Haller, 1923 in Oberursel, Hessen, geboren, ließ sich als Kriegsversehrter in der Nachkriegszeit in Mühlheim im Gailachtal nieder, wo er eine Mühlheimerin heiratete. Seine Ateliers befanden sich im Pumpenhäusl in Mörnsheim und im Austragshäusl der Kronmühle in Mühlheim.

Er schuf Zeichnungen mit Kohle, Tusche und Bleistift, auch Ölbilder und Lithographien. Seine Motive fand er in oft in der Umgebung; besonders mit den Steinbrüchen in ihren vielfältigen Grautönen setzte er sich graphisch auseinander. Seine Freundschaft mit dem Kunstpädagogen Gerhard Gollwitzer, der seit 1968 ebenfalls in Mühlheim lebte, befruchtete sein künstlerisches Schaffen. Daneben verwirklichte er eine Passion als Modellbauer, vor allem von Dampfschiffen.

Ausstellungen in Eichstätt, Weißenburg, Neuburg und Gaimersheim zeigten „das Reizvolle, … wie gegenständliche … Motive entdeckt und verarbeitet werden. Es entwickeln sich Räume von großer Geschlossenheit und unwirklicher Beleuchtung.“ (Prof. Franz Rindfleisch, 1981)

Die Verbundenheit Hallers mit seiner Heimat im Gailachtal spiegelt der Ausstellungsort: die beiden Jurahäuser Kirchenweg 1+2, die die Bau- und Ortsgeschichte von Mörnsheim bis ins späte Mittelalter darstellen. Sie wurden vom Jurahauverein statisch-konstruktiv instandgesetzt und zeigen den derzeitigen Stand der Sanierung.

Der Eichstätter Malermeisters Poitner war mit August Haller befreundet und kam dadurch in den Besitz einiger seiner Bilder. Sein Nachfolger Dominik Poitner stellt diese Bilder nun für die Ausstellung zur Verfügung. Es besteht die Möglichkeit, diese Bilder zu erwerben.

Der Verkaufserlös kommt dem Jurahausverein e. V. zugute.

Weitere Bilder in der Ausstellung stammen aus dem Privatbesitz von Michael Hajek.

Wir bedanken uns bei Dominik Poitner und Michael Hajek!