Führungen - Sonntag, 12. Mai 2019, 12.00 bis 15.00 Uhr

 Heinrich Ullmann: 100 Jahre Jurahausforschung

Schlossgut Inching

Simon Böhm

300 Jahre Gabrieli- Saal, 100 Jahre Familie Ullmann- Böhm

Als Besitzer des Schlossgutes verkauft Domdekan Rudolf Dietrich Freiherr von Freyberg 1714 sein "Fischgut" zu Inching mit Gärten, Wiesen, Äckern und Fischwassern an den Domherrn Freiherr Gottfried Ignatz von Pfürdt.

Der lässt auf den erst wenige Jahre alten Jakob- Engel- Bau durch Gabriel de Gabrieli einen Saal mit Erker und Seitenkabinetten aufsetzen, Fertigstellung ca. 1718/19. Damit bekommt das „Schloss“ Inching seine besondere und bis heute erhaltene Bauform.

Letzter fürstlicher Besitzer vor der Säkularisation ist Domherr Maria Casemir Graf Schenk von Castell, der u.A. die Fachwerkscheune am Dorfplatz bauen lässt und den Salon im 1. Stock mit einer Leinwand- Tapete ausstattet, die - ebenso wie der grazile Obereichstätter Ofen - noch original erhalten ist.

Ab 1806 wechselt das Anwesen 12 Mal den Besitzer, bis das Haus und verbleibende Grundstücke 1919 von meinem Urgroßvater Heinrich Ullmann (1872 – 1953) erworben wird, Ministerialrat in München, Denkmalschützer, Maler, Fotograf und gegen den Zeitgeist erster Bewahrer des regionaltypischen Jurahauses mit den Kalkplattendächern.

Die Führungen dauern jeweils ca.1 Stunde mit max. 20 Personen.

 

www.schlossgut-inching.de

www.heinrich-ullmann.de